Verantwortungsvolles Spielen
Solange die Verantwortung für das eigene Spielverhalten bei der spielenden Person liegt, trägt der Anbieter die Pflicht, Schutzwerkzeuge und klare Informationen bereitzustellen – dieser Text beschreibt, was Roobet auf dieser Grundlage erwartet und welche Massnahmen den Spielenden in der Schweiz zur Verfügung stehen.
Geltungsbereich
Diese Hinweise richten sich an alle Personen, die auf der Plattform von Roobet spielen oder dies beabsichtigen. Sie gelten unabhängig davon, ob ein Konto bereits besteht, erst eröffnet wird oder nach einer Pause wieder aktiviert werden soll. Die Grundsätze betreffen jede Form des Spielangebots, das über diese Website zugänglich ist, und sind verbindlicher Teil der Nutzungsbedingungen.
Die Verantwortung ist zweigeteilt. Der Anbieter stellt technische und informative Schutzmassnahmen bereit und macht deren Existenz und Funktionsweise transparent. Die Entscheidung, diese Massnahmen tatsächlich zu nutzen, liegt bei der spielenden Person. Weder die eine noch die andere Seite kann diese Aufteilung vollständig übernehmen.
Grundverständnis
Glücksspiel ist eine freiwillige Freizeitbeschäftigung, kein Einkommensweg und keine Lösung für finanzielle Engpässe. Wer mit der Erwartung spielt, regelmässig zu gewinnen oder Verluste auszugleichen, setzt sich einem unnötigen Risiko aus. Die mathematische Grundlage jedes Spielangebots sorgt dafür, dass auf lange Sicht der Anbieter einen Vorteil hat; einzelne Gewinne sind möglich, ein verlässlicher Ertrag ist es nicht.
Wer ein finanzielles Problem hat, sollte dieses nicht durch weiteres Spielen zu lösen versuchen. Glücksspiel kann ein bestehendes Problem vergrössern, statt es zu beheben. Sinnvoller ist es, das Spielen zu unterbrechen und die finanzielle Lage mit geeigneten Stellen zu besprechen, die nicht vom Spielbetrieb abhängig sind.
Auch der körperliche und seelische Zustand beeinflusst das Spielverhalten. Wer müde, aufgewühlt oder unter dem Einfluss von Alkohol spielt, unterschätzt Risiken und überschätzt die eigene Kontrolle. In solchen Zuständen getroffene Entscheidungen lassen sich später nur schwer rückgängig machen. Es ist deshalb ratsam, nur dann zu spielen, wenn man ausgeruht, sachlich und nüchtern ist.
Persönliche Grenzen
Der erste Schritt zu verantwortungsvollem Spielen besteht darin, vor dem ersten Einsatz klare Grenzen festzulegen. Diese Grenzen betreffen drei Bereiche: das Geld, die Zeit und die Erwartungshaltung. Wer alle drei im Voraus bestimmt, muss nicht in der Spielsituation selbst entscheiden, wenn der Druck grösser ist.
- Verwenden Sie nur Geld, das frei verfügbar ist und dessen Verlust keine existenziellen Folgen hätte. Reserven für Miete, Rechnungen, Lebensmittel oder Notfälle gehören nicht ins Spiel.
- Legen Sie vorab ein festes Budget fest, das Sie nicht überschreiten, egal wie das Spiel verläuft. Dieses Budget ist eine Obergrenze, kein Ziel.
- Versuchen Sie nicht, verlorenes Geld sofort zurückzugewinnen. Solche Versuche führen typischerweise zu grösseren Verlusten und zu einer Abwärtsspirale.
- Machen Sie regelmässige Pausen. Diese schaffen Abstand und erlauben eine nüchterne Beurteilung des bisherigen Spielverlaufs.
- Bestimmen Sie eine klare Spieldauer und beenden Sie die Sitzung, wenn diese abgelaufen ist.
- Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels. Wer nicht bereit ist zu verlieren, sollte nicht spielen.
Diese Grundsätze sind bewusst einfach gehalten. Ihre Wirksamkeit hängt davon ab, dass sie vor dem Spiel festgelegt und während des Spiels nicht verändert werden. Eine Anpassung mitten in einer Verlustserie ist in der Regel keine bewusste Entscheidung, sondern eine Reaktion auf den Druck des Moments.
Schutzmassnahmen
Für Personen, die merken, dass ihre selbst gesetzten Grenzen schwer einzuhalten sind, stehen zusätzliche Schutzmassnahmen zur Verfügung. Diese Werkzeuge sind so konstruiert, dass sie unabhängig von der momentanen Willenskraft wirken.
Eine Spielpause unterbricht den Zugang für eine begrenzte Zeit. Sie eignet sich, um Abstand zu gewinnen und das eigene Spielverhalten aus der Distanz zu betrachten. Auch eine kürzere Unterbrechung kann bereits verhindern, dass eine impulsive Entscheidung in einer schwierigen Phase getroffen wird.
Einzahlungs- und Zeitlimits begrenzen den Einsatz von Geld beziehungsweise die Dauer der Spielsitzungen automatisch. Solche Limits sind dann am wirksamsten, wenn sie im Voraus gesetzt und nicht leichtfertig wieder aufgehoben werden. Die Existenz eines Limits bedeutet nicht, dass man bis zu dieser Grenze spielen muss; es ist eine Obergrenze, kein Soll.
Formelle Sperren sind die strengste Massnahme. Sie kommen dann in Frage, wenn die Kontrolle über das eigene Spielverhalten nicht mehr zuverlässig gelingt. Eine Sperre verhindert den Zugang zum Spielangebot und ist ein deutliches Signal an sich selbst, dass eine Pause notwendig ist. Sie hebt weder bereits entstandene Verluste auf noch setzt sie offene Verpflichtungen ausser Kraft; sie verhindert lediglich weiteres Spielen.
Welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, hängt von der Situation ab. Eine erste, zeitlich begrenzte Pause kann bereits ausreichen, um Muster zu durchbrechen. Wer wiederholt feststellt, dass Limits überschritten werden oder dass Pausen nicht eingehalten werden, sollte eine formelle Sperre in Betracht ziehen.
Warnzeichen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich meist schleichend. Wer die folgenden Muster bei sich oder in der eigenen Umgebung beobachtet, sollte dies ernst nehmen und nicht auf die nächste Spielsitzung verschieben:
- Frustration nach Verlusten mit dem Drang, sofort weiterzumachen, um den Verlust auszugleichen
- heimliches Spielen, etwa das Verbergen von Einsätzen oder Spielzeiten gegenüber dem Umfeld
- deutlich mehr Zeit auf Glücksspielseiten oder in Spielangeboten als ursprünglich geplant
- wiederholte Überschreitung selbst gesetzter Limits, verbunden mit Rechtfertigungen im Nachhinein
- Belastung von Arbeit, Studium oder Familienleben, etwa durch häufige Abwesenheit oder nachlassende Leistung
- Geldleihe oder Verschiebung von Rechnungen wegen Spielausgaben
Ein einzelnes dieser Zeichen ist noch kein Beleg für ein Problem. Treten mehrere Muster wiederholt auf oder verstärken sie sich über die Zeit, kann eine Beratung oder eine Sperre eine sinnvolle nächste Massnahme sein. Je früher eine solche Entscheidung getroffen wird, desto einfacher ist die Rückkehr zu einem kontrollierten Umgang mit Glücksspiel oder der vollständige Verzicht darauf.
Jugendschutz
Der Schutz Minderjähriger hat besonderes Gewicht. Personen unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalter dürfen nicht an Glücksspielen teilnehmen, weder direkt noch über ein Konto einer erwachsenen Person.
Jugendschutz bedeutet auch, offen über die Risiken des Glücksspiels zu sprechen. Minderjährige sollten weder direkten Zugang zu Spielkonten haben noch über Erwachsene an Glücksspielen teilnehmen können. Erwachsene, die in einem Haushalt mit Minderjährigen leben, tragen eine besondere Verantwortung: Sie sollten ihre Zugangsdaten schützen, die Nutzung von Geräten im Blick behalten und das Thema Glücksspiel altersgerecht ansprechen. Dazu gehört auch, das eigene Spielverhalten nicht als Vorbild für eine verharmlosende Haltung zu präsentieren.
Hilfe und Information
In der Schweiz stehen fachliche und offizielle Stellen zur Verfügung, wenn Unterstützung oder weiterführende Informationen benötigt werden. Diese Angebote sind unabhängig vom Spielbetrieb und können ohne Angabe von Gründen in Anspruch genommen werden.
ESBK: Sozialschutz erklärt Schutzmassnahmen im regulierten Schweizer Spielbereich. Die Informationen richten sich an alle, die verstehen möchten, welche Instrumente der Sozialschutz in der Schweiz vorsieht und wie diese angewendet werden.
SOS Spielsucht – Was tun bei Spielsucht? bietet Orientierung für Betroffene und ihr Umfeld. Die Seite beschreibt, woran sich problematisches Spielverhalten erkennen lässt und welche ersten Schritte sinnvoll sind. Sie richtet sich sowohl an Personen, die selbst betroffen sind, als auch an Angehörige, die eine Veränderung anstossen möchten.
ESBK: Spielsperre informiert über Sperren und deren Bedeutung im Schweizer System. Hier wird erläutert, welche Arten von Sperren es gibt, wie sie eingerichtet werden und welche Wirkung sie entfalten.
Beim ersten Kontakt mit einer Beratungsstelle ist keine besondere Vorbereitung nötig. Es genügt, die eigene Situation in eigenen Worten zu schildern. Die Fachpersonen hören zu, stellen gezielte Fragen und schlagen gemeinsam mit der betroffenen Person nächste Schritte vor. Dabei geht es nicht um Verurteilung, sondern um eine Bestandsaufnahme und um realistische Handlungsoptionen. Anrufe und erste Gespräche sind vertraulich und verpflichten zu nichts.
Bei akuten Schwierigkeiten kann es sinnvoll sein, zunächst eine Pause einzulegen und sich anschliessend an eine geeignete Fachstelle oder ein offizielles Informationsangebot in der Schweiz zu wenden. Eine unmittelbare Unterbrechung des Spielens schafft den nötigen Raum, um in Ruhe über die nächsten Schritte zu entscheiden. Diese Hinweise ersetzen keine persönliche Beratung, können aber den ersten Schritt erleichtern.